{"id":161,"date":"2011-12-08T14:39:40","date_gmt":"2011-12-08T14:39:40","guid":{"rendered":"https:\/\/hermannlei.ch\/?p=161"},"modified":"2011-12-08T14:39:40","modified_gmt":"2011-12-08T14:39:40","slug":"zahlen-lugen-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hermannlei.ch\/?p=161","title":{"rendered":"Zahlen l\u00fcgen nicht"},"content":{"rendered":"<div style=\"padding-bottom:20px; padding-top:10px;\" class=\"hupso-share-buttons\"><!-- Hupso Share Buttons - https:\/\/www.hupso.com\/share\/ --><a class=\"hupso_toolbar\" href=\"https:\/\/www.hupso.com\/share\/\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/static.hupso.com\/share\/buttons\/lang\/de\/share-small.png\" style=\"border:0px; padding-top: 5px; float:left;\" alt=\"Share Button\"\/><\/a><script type=\"text\/javascript\">var hupso_services_t=new Array(\"Twitter\",\"Facebook\",\"Google Plus\",\"Pinterest\",\"Linkedin\",\"Digg\",\"Bebo\",\"Delicious\",\"Print\");var hupso_background_t=\"#EAF4FF\";var hupso_border_t=\"#66CCFF\";var hupso_toolbar_size_t=\"small\";var hupso_image_folder_url = \"\";var hupso_url_t=\"\";var hupso_title_t=\"Zahlen%20l%C3%BCgen%20nicht\";<\/script><script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/static.hupso.com\/share\/js\/share_toolbar.js\"><\/script><!-- Hupso Share Buttons --><\/div><p><span style=\"text-decoration: underline;\">Mit der Schweiz geht\u2019s aufw\u00e4rts \u2013 aber nur bei den Ausl\u00e4nderzahlen<\/span><\/p>\n<p><strong>Das Bundesamt f\u00fcr Migration (BFM) hat die Ausl\u00e4nder- und Asylstatistik 2011 in zwei dicken Berichten ver\u00f6ffentlicht. Das umfangreiche Zahlenmaterial ist erhellend, zumal die Zahlen f\u00fcr einmal relativ n\u00fcchtern und nicht wie sonst immer besch\u00f6nigend kommentiert werden. Fazit aus den Statistiken: die Schweiz wird immer fremder, die Personenfreiz\u00fcgigkeit ist eine Misserfolgsgeschichte, es wird am Fliessband eingeb\u00fcrgert und im Asylbereich ist seit der Abwahl Blochers der alte Schlendrian eingekehrt.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jeder F\u00fcnfte ein Ausl\u00e4nder<\/strong><\/p>\n<p>Wir lesen, dass am 31.12.2010 1\u2018720\u2018393 Personen ausl\u00e4ndischer Nationalit\u00e4t ihren st\u00e4ndigen Wohnsitz in der Schweiz hatten. Das heisst jede f\u00fcnfte Person unserer Wohnbev\u00f6lkerung ist ausl\u00e4ndischer Herkunft. Im internationalen Vergleich ist der schweizerische Ausl\u00e4nderanteil\u00a0 von 22% sehr hoch.\u00a0 Verglichen mit den Mitgliedstaaten der Europ\u00e4ischen Union liegt er mehr als doppelt so hoch. Die Ausl\u00e4nder sind jedoch sehr unterschiedlich auf die 26 Kantone und Halbkantone verteilt, so entfallen mehr als die H\u00e4lfte der ausl\u00e4ndischen Staatsangeh\u00f6rigen auf die Kantone Z\u00fcrich, Waadt, Genf, Aargau und Bern. 64% der Ausl\u00e4nder kommen aus der EU-27 und der Efta. Die st\u00e4ndige ausl\u00e4ndische Wohnbev\u00f6lkerung h\u00e4lt sich langfristig in der Schweiz auf und rund ein Viertel der st\u00e4ndig in der Schweiz lebenden ausl\u00e4ndischen Staatsangeh\u00f6rigen ist hier geboren. Nur eine geringe Prozentzahl der st\u00e4ndigen ausl\u00e4ndischen Wohnbev\u00f6lkerung sind hierbei anerkannte Fl\u00fcchtlinge. Am 31.12.2010 z\u00e4hlte die Schweiz n\u00e4mlich 25\u2018342 anerkannte Fl\u00fcchtlinge, diese Zahl entspricht lediglich 1.5% des Bestandes der st\u00e4ndigen ausl\u00e4ndischen Wohnbev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p><strong>Immer mehr, immer fremder<\/strong><\/p>\n<p>Seit 1960 ist die Zahl der st\u00e4ndigen ausl\u00e4ndischen Wohnbev\u00f6lkerung von 495\u2018638 auf 1\u2018720\u2018393 (2010) gestiegen. 1960 betrug der Ausl\u00e4nderanteil 9.3%, 2010 22%. Interessant ist dabei, dass fr\u00fcher eine enge Beziehung zwischen den Schwankungen des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und der Entwicklung der st\u00e4ndigen ausl\u00e4ndischen Wohnbev\u00f6lkerung bestand. Sank das BIP, reduzierte sich der Ausl\u00e4nderanteil in der Schweiz und umgekehrt. Mit anderen Worten: gabs mehr Arbeit, kamen mehr Ausl\u00e4nder, gabs weniger Arbeit, so gingen sie wieder. Zu Beginn der 90-iger Jahre entwickelte sich die st\u00e4ndige ausl\u00e4ndische Wohnbev\u00f6lkerung und die Wirtschaftkonjunktur dann aber in entgegengesetzter Richtung: Auch bei schlechter Wirtschaftslage nimmt die Einwanderung seither unvermindert zu. Dies auf Grund des Familiennachzugs und des ausgebauten Sozialstaates.<\/p>\n<p>Und w\u00e4hrend zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts noch \u00fcber 96% der Ausl\u00e4nder und Ausl\u00e4nderinnen Angeh\u00f6rige der Nachbarstaaten waren machen diese im Jahr 2010 nur noch 40% aus. Derweil seit der Einf\u00fchrung der Personenfreiz\u00fcgigkeit die Einwanderung aus den EU-Staaten sprunghaft zugenommen hat, ist die Einwanderung aus den \u00fcbrigen Staaten kaum geringer geworden. Seit 1990 nimmt die st\u00e4ndige ausl\u00e4ndische Wohnbev\u00f6lkerung also sehr stark und konjunkturunabh\u00e4ngig zu und im Vergleich zu 1960 sind die Ausl\u00e4nder trotz verst\u00e4rkter Einwanderung aus dem EU-Raum wesentlich kulturfremder.<\/p>\n<p><strong>Personenfreiz\u00fcgigkeit: alles viel schlimmer<\/strong><\/p>\n<p>Im Jahr 2010 sind sage und schreibe 134\u2018171 Personen zum st\u00e4ndigen Aufenthalt (12 Monate oder l\u00e4nger) in die Schweiz eingewandert. Diese Zahl liegt ca. 30% h\u00f6her als der Durchschnitt der letzten Jahre. In ihrer grossen Mehrheit erhalten die neu angekommenen eine Aufenthaltsbewilligung. Diese markante Steigerung erfolgte auf Grund der bilateralen Vertr\u00e4ge. Anders als im Abstimmungskampf zur Personenfreiz\u00fcgigkeit versprochen erfolgte die Einwanderung allerdings bei Weitem nicht haupts\u00e4chlich in den Arbeitsmarkt. Nur bei der H\u00e4lfte der eingewanderten Ausl\u00e4nder ist die Aufnahme einer Erwerbst\u00e4tigkeit der haupts\u00e4chliche Einwanderungsgrund, der Rest wandert ein, ohne Arbeit zu haben. Und auch die in den Arbeitsprozess eingegliederte H\u00e4lfte der Einwanderer bereitet Probleme, Probleme, von denen der Bundesrat bis ins Jahr 2010 nichts wissen wollte (SECO-Medienmittelungen 2009 und 2010: \u201eEine negative Entwicklung bei tiefen L\u00f6hnen konnte durch die Flankierenden Massnahmen weitgehend verhindert werden.\u201c \u201eDamit konnte einem Druck auf die Lohn- und Arbeitsbedingungen wirksam begegnet werden.\u201c). Die Ergebnisse einer von einer Kommission des Nationalrates in Auftrag gegebenen Evaluation zeigen nun aber, was ja eigentlich immer klar war:\u00a0 Die Zuwanderung aufgrund der Personenfreiz\u00fcgigkeit hatte bereits ab 2004 einen Lohndruck zur Folge. Die Auswirkungen breiten sich nach und nach auf das ganze Land aus, wobei die Arbeitnehmenden mit niedrigem Bildungsniveau und das neu angestellte Personal am st\u00e4rksten davon betroffen sind.<\/p>\n<p><strong>Asyl- und Einb\u00fcrgerungsschlendrian<\/strong><\/p>\n<p>Im Asylbereich ist festzustellen, dass sich die Asylzahlen seit 1994 auf einem Bestand von etwas mehr als 15\u2018000 bewegen. 1998 und 1999 wurden Spitzenwerte von \u00fcber 40\u2018000 Asylgesuchen erreicht. Vor Christoph Blochers Amtszeit pendelte sich die Zahl der Asylgesuche dann auf \u00fcber 20\u2018000 ein, im Laufe der Amtszeit von Christoph Blocher halbierte sich die Zahl der Asylgesuche rasch auf etwa die H\u00e4lfte um nach der Abwahl von Christoph Blocher, unter Widmer-Schlumpf, wieder um 50% zuzunehmen.<\/p>\n<p><em>2000-2003 Ruth Metzler, 2004-2007 Christoph Blocher, 2008-2010 Eveline Widmer-Schlumpf<\/em><\/p>\n<p>Im Jahr 2010 haben 15\u2018567 Personen in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt. Nur lediglich 2\u2018722 Personen konnten gest\u00fctzt auf das Dublin-Abkommen im vergangenen Jahr einem anderen Dublin-Staat \u00fcberstellt werden. Wichtigstes Herkunftsland f\u00fcr Asylgesuche war erneut Nigeria mit 1\u2018969 Gesuchen. Lediglich 2 Nigerianer erhielten indes Asyl und eine weitere Person wurde vorl\u00e4ufig aufgenommen. Das heisst: 99.9% der gr\u00f6ssten Asylbewerbergruppe der Schweiz sind Scheinasylanten! Die Zahl der ordentlichen Einb\u00fcrgerungen ist seit den 1990er-Jahren regelrecht explodiert: W\u00e4hrend im Jahr 1991 4\u2018994 ordentliche Einb\u00fcrgerungen gez\u00e4hlt wurden, waren es 2010 31\u2018186. Zusammen mit den erleichterten Einb\u00fcrgerungen sind im Verlaufe des Jahres 2010 insgesamt 40\u2018403 Personen eingeb\u00fcrgert worden. Ein Hauptgrund f\u00fcr diese grosse Zunahme ist die Tatsache, dass eingeb\u00fcrgerte Personen nicht mehr auf ihre fr\u00fchere Staatsangeh\u00f6rigkeit verzichten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Fazit aus den Statistiken: die Schweiz wird immer fremder, die Personenfreiz\u00fcgigkeit ist eine Misserfolgsgeschichte, es wird am Fliessband eingeb\u00fcrgert und im Asylbereich ist seit der Abwahl Blochers der alte Schlendrian eingekehrt.<\/p>\n<p>Hermann Lei, Frauenfeld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"padding-bottom:20px; padding-top:10px;\" class=\"hupso-share-buttons\"><!-- Hupso Share Buttons - https:\/\/www.hupso.com\/share\/ --><a class=\"hupso_toolbar\" href=\"https:\/\/www.hupso.com\/share\/\"><img src=\"https:\/\/static.hupso.com\/share\/buttons\/lang\/de\/share-small.png\" style=\"border:0px; padding-top: 5px; float:left;\" alt=\"Share Button\"\/><\/a><script type=\"text\/javascript\">var hupso_services_t=new Array(\"Twitter\",\"Facebook\",\"Google Plus\",\"Pinterest\",\"Linkedin\",\"Digg\",\"Bebo\",\"Delicious\",\"Print\");var hupso_background_t=\"#EAF4FF\";var hupso_border_t=\"#66CCFF\";var hupso_toolbar_size_t=\"small\";var hupso_image_folder_url = \"\";var hupso_url_t=\"\";var hupso_title_t=\"Zahlen%20l%C3%BCgen%20nicht\";<\/script><script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/static.hupso.com\/share\/js\/share_toolbar.js\"><\/script><!-- Hupso Share Buttons --><\/div><p>Mit der Schweiz geht\u2019s aufw\u00e4rts \u2013 aber nur bei den Ausl\u00e4nderzahlen Das Bundesamt f\u00fcr Migration (BFM) hat die Ausl\u00e4nder- und Asylstatistik 2011 in zwei dicken Berichten ver\u00f6ffentlicht. Das umfangreiche Zahlenmaterial ist erhellend, zumal die Zahlen f\u00fcr einmal relativ n\u00fcchtern und &hellip; <a href=\"https:\/\/hermannlei.ch\/?p=161\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-161","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hermannlei.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/161","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hermannlei.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hermannlei.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hermannlei.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hermannlei.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=161"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/hermannlei.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/161\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":163,"href":"https:\/\/hermannlei.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/161\/revisions\/163"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hermannlei.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=161"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hermannlei.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=161"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hermannlei.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=161"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}