{"id":201,"date":"2012-05-11T10:08:08","date_gmt":"2012-05-11T10:08:08","guid":{"rendered":"https:\/\/hermannlei.ch\/?p=201"},"modified":"2012-05-11T10:08:08","modified_gmt":"2012-05-11T10:08:08","slug":"11-5-12-den-antirassisten-kommt-der-feind-abhanden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hermannlei.ch\/?p=201","title":{"rendered":"11.5.12 Den Antirassisten kommt der Feind abhanden"},"content":{"rendered":"<div style=\"padding-bottom:20px; padding-top:10px;\" class=\"hupso-share-buttons\"><!-- Hupso Share Buttons - https:\/\/www.hupso.com\/share\/ --><a class=\"hupso_toolbar\" href=\"https:\/\/www.hupso.com\/share\/\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/static.hupso.com\/share\/buttons\/lang\/de\/share-small.png\" style=\"border:0px; padding-top: 5px; float:left;\" alt=\"Share Button\"\/><\/a><script type=\"text\/javascript\">var hupso_services_t=new Array(\"Twitter\",\"Facebook\",\"Google Plus\",\"Pinterest\",\"Linkedin\",\"Digg\",\"Bebo\",\"Delicious\",\"Print\");var hupso_background_t=\"#EAF4FF\";var hupso_border_t=\"#66CCFF\";var hupso_toolbar_size_t=\"small\";var hupso_image_folder_url = \"\";var hupso_url_t=\"\";var hupso_title_t=\"11.5.12%20Den%20Antirassisten%20kommt%20der%20Feind%20abhanden\";<\/script><script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/static.hupso.com\/share\/js\/share_toolbar.js\"><\/script><!-- Hupso Share Buttons --><\/div><p>Rassismus in der Schweiz 2011<br \/>\n<strong><\/strong><\/p>\n<p><em>Von Hermann Lei, Kantonsrat, Frauenfeld TG<\/em><\/p>\n<p><em><\/em><strong>Die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus  (GRA) hat als 21. Ausgabe k\u00fcrzlich die Publikation \u00abRassismus in der  Schweiz 2011\u00bb herausgegeben. Ein Eintrag in der Chronologie aus dem  Jahre 2009 hat der GRA im vergangenen Jahr durch das Obergericht des  Kantons Thurgau eine Verurteilung wegen Pers\u00f6nlichkeitsverletzung  eingetragen.<\/strong><\/p>\n<p>JSVP-Pr\u00e4sident Benjamin Kasper aus dem Thurgau hatte geklagt, weil  die Chronologie ihm \u00abverbalen Rassismus\u00bb vorhielt (die \u00abSchweizerzeit\u00bb  berichtete bereits dar\u00fcber in Ausgabe 1\/2012). Seit der erfolgreichen  Klage ist es f\u00fcr die Antirassisten schwieriger geworden, gegen die SVP  zu hetzen. Scheinbar gehen den selbsternannten Antirassisten die  Rassisten aus.<\/p>\n<p><strong>Pers\u00f6nlichkeitsverletzung<br \/>\n<\/strong>Die Schrift \u00abRassismus  in der Schweiz 2011\u00bb der GRA wird j\u00e4hrlich 15&#8217;000mal gratis verteilt.  Sie wird von staatlichen Stellen indirekt mitfinanziert. Auskunft \u00fcber  die H\u00f6he der erhaltenen Steuergelder wurde der \u00abSchweizerzeit\u00bb  verweigert.<\/p>\n<p>In der Vergangenheit konzentrierte man sich haupts\u00e4chlich darauf, die  SVP und deren Exponenten in die N\u00e4he des Rechtsradikalismus, Rassismus,  Antisemitismus und Nationalsozialismus zu r\u00fccken. In der Chronologie  2011 wird die SVP nur noch vereinzelt und sehr vorsichtig diffamiert.<\/p>\n<p><strong>\u00abSchweizerzeit\u00bb nicht mehr Stammgast<br \/>\n<\/strong>Auch die  \u00abSchweizerzeit\u00bb und deren Exponenten, fr\u00fcher Stammg\u00e4ste in der  Chronologie der vom Staate unterst\u00fctzen Antirassisten, finden in der  neuesten Chronologie keine Erw\u00e4hnung mehr. Fr\u00fcher war die Zeitung aus  Flaach \u2013 von der GRA nur \u00abUlrich Schl\u00fcers Hetzblatt\u00bb genannt \u2013  regelm\u00e4ssig im Buch der Antirassisten vertreten. Tempi passati.<\/p>\n<p>Der juristische Kampf gegen die GRA \u2013 in dessen Vorstand der  omnipr\u00e4sente SVP-Feind und Alt-Bundesgerichtspr\u00e4sident Gusep Nay sitzt \u2013  scheint vorerst erfolgreich gewesen zu sein, wenngleich das Urteil  gegen die GRA noch der letzten Kl\u00e4rung vor Bundesgericht harrt.<\/p>\n<p>Die GRA hat nat\u00fcrlich ihre alte Aversion gegen die SVP nicht ganz  ablegen k\u00f6nnen. Die SVP wird als \u00abnationalkonservatives Milieu,  nationalkonservative Partei\u00bb umschrieben \u2013 nationalkonservativ t\u00f6nt ja  fast wie nationalsozialistisch! Und auch die Plakate \u00abKosovaren  schlitzen Schweizer auf\u00bb werden missbilligend erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p><strong>Mit Wissenschaft gegen die Zahlen<br \/>\n<\/strong>Nicht nur die  SVP wird angeprangert, auch das Volk. Dessen Vorstellung, dass in  Volksschulklassen die Anwesenheit von Kindern ausl\u00e4ndischer Herkunft den  Schulerfolg nicht erh\u00f6he, sei \u00abimmer wieder durch wissenschaftliche  Untersuchung angezweifelt oder widerlegt\u00bb worden, lesen wir.<\/p>\n<p>Zum Beweis wird eine Dissertation einer Erziehungswissenschafterin  zitiert, welche dies glasklar belegt habe. Betrachtet man diese  wissenschaftliche Untersuchung, erf\u00e4hrt man allerdings Bemerkenswertes:  So hat die Erziehungswissenschafterin z.B. Oberstufenklassen, in welchen  sich deutlich das Abnehmen der Schulqualit\u00e4t bei h\u00f6herem  Ausl\u00e4nderanteil zeigt, weggelassen und auch die sogenannte sprachliche  Intelligenz \u00abbewusst ausgeklammert\u00bb, denn sie wollte \u00abdie Kinder nicht  benachteiligen, welche zu Hause eine andere Sprache als Deutsch reden\u00bb.<\/p>\n<p>Abgesehen von diesen ideologisch-methodischen Schw\u00e4chen gibt es auch  andere Zahlen, die zum gegenteiligen Schluss f\u00fchren. So haben die  PISA-Erhebungen gezeigt: Jene Kantone, welche einen h\u00f6heren  Ausl\u00e4nderanteil in den Schulklassen aufweisen, schnitten schlechter ab,  beispielsweise Z\u00fcrich.<\/p>\n<p><strong>M\u00fche mit der Demokratie<br \/>\n<\/strong>Die GRA moniert auch, auf  der politischen B\u00fchne habe der \u00dcberfremdungsdiskurs 2011 ein Comeback  gegeben. Die Antirassisten haben immer mehr M\u00fche mit der Demokratie:  Gleich drei Volksinitiativen wollten die Einwanderung verlangsamen,  klagt man.<\/p>\n<p>Der Notstand im Asylwesen sei im \u00dcbrigen dem abgew\u00e4hlten  SVP-Bundesrat Christoph Blocher zuzuschreiben, da durch dessen Abbau und  Sparwut nun die ben\u00f6tigten Einrichtungen nicht mehr zur Verf\u00fcgung  st\u00fcnden. Diese etwas merkw\u00fcrdige Aussage blendet aus, dass unter der  \u00c4gide Blocher die Asylzahlen von \u00fcber 20\u2018000 auf knapp \u00fcber 10\u2018000  halbiert werden konnten. Seit der Abwahl Blochers haben sich die  Asylzahlen wieder etwa verdoppelt. Aber egal, Hauptsache Blocher ist an  allem schuld.<\/p>\n<p><strong>Neue rechte Subkultur?<br \/>\n<\/strong>Interessant sind die  Beobachtungen der GRA manchmal dennoch. So wird vermerkt, die Subkultur  der Nazi-Skinheads sei am Verschwinden. Auch rechtsextreme Parteien wie  die PNOS und die Schweizer Demokraten schw\u00e4chelten dahin. Erste  Anzeichen einer ver\u00e4nderten Subkultur seien aber wahrnehmbar: In Z\u00fcrich  und Genf seien erstmals \u00abAutonome Nationalisten\u00bb in Erscheinung  getreten. Sie orientierten sich in Kleidung und Auftreten an  jugendkulturellen Ausdrucksformen des politischen Gegners \u2013 der linken  Szene, hierbei besonders an der linksradikalen Antifa-Bewegung. Ob es  mit den Autonomen Nationalisten tats\u00e4chlich zu einer neuen Gruppierung  kommen wird, ist aber unklar, diese scheinen n\u00e4mlich in Z\u00fcrich lediglich  drei Mitglieder zu z\u00e4hlen.<\/p>\n<p><strong>Islamophilie trotz Angriff auf Rabbiner<br \/>\n<\/strong>Ebenso ein Dauerbrenner der GRA ist das B\u00fcrgerrechtswesen. Da wird auch beklagt, wor\u00fcber es nichts zu klagen gibt. Zitat:<\/p>\n<p><em>\u00abSeit Mitte der Neunzigerjahre mussten Einb\u00fcrgerungswillige (\u2026.)  bef\u00fcrchten, dass ihr Gesuch ihrer Herkunft\u00a0 wegen abgelehnt wird.\u00bb<\/em><\/p>\n<p>Doch dann lesen wir:<\/p>\n<p><em>\u00abZwei Bundesgerichtsentscheide vom Juli 2003 haben solch rassistisch motivierte Absagen weitgehend verunm\u00f6glicht.\u00bb<\/em><\/p>\n<p>Der Kampf der GRA richtet sich haupts\u00e4chlich gegen Einzelpersonen der  b\u00fcrgerlichen Seite. Islamkritische Exponenten wie der Walliser  SVP-Nationalrat Oskar Freysinger werden von den Islamophilen gerne auch  abf\u00e4llig \u00abislamophob\u00bb genannt.<\/p>\n<p><strong>Auf dem muslimischen Auge blind<br \/>\n<\/strong>Im \u00dcbrigen  scheinen der GRA die echten Antirassisten und Antisemiten auch sonst  abhandengekommen zu sein. In einer Art Zusatzbericht zum Thema  Antisemitismus finden wir immerhin eine Aufstellung antisemitischer  Vorf\u00e4lle: Da werden rohe Eier gegen eine Synagoge geworfen, Hakenkreuze  an Hausw\u00e4nde geschmiert und ein Amateurfunker aus der Ostschweiz betet  f\u00fcr Adolf Hitler und gegen die Juden.<\/p>\n<p>Es gibt sogar Gewalt gegen Juden. Der gravierendste Fall hatte sich  2011 in Lausanne ereignet. Dort attackierten drei Jugendliche den  Assistenten des Rabbiners in N\u00e4he der Synagoge und beschimpften ihn  wegen seiner Religion. Das Opfer wurde verletzt. Interessant ist, dass  die Herkunft der T\u00e4ter von allen Stellen (Polizei, Presse, j\u00fcdische  Organisationen) sorgsam geheim gehalten wurde. Nur nach l\u00e4ngerem Suchen  und in ausl\u00e4ndischen Medien erf\u00e4hrt man Aufschlussreiches: Die drei  minderj\u00e4hrigen T\u00e4ter waren nordafrikanischer Herkunft! Offenbar \u2013 aber  nicht ganz \u00fcberraschend \u2013 handelte es sich bei diesem gravierendsten  Fall von Antisemitismus im 2011 um einen Fall von muslimischer Gewalt  gegen Juden.<\/p>\n<p><strong>Fazit<br \/>\n<\/strong>Den Antirassisten sind die Feindbilder \u2013  nicht ganz freiwillig, vielmehr weil man gerichtlich gegen sie vorging \u2013  teilweise abhandengekommen. Statt gegen die SVP zu hetzen muss man sich  auf irrelevante Wirrk\u00f6pfe konzentrieren. Und blendet aus, wo Rassismus  heute wirklich zum Problem geworden ist: in den jungen Subkulturen  muslimischer Einwanderergruppen.<\/p>\n<p><em>Hermann Lei<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"padding-bottom:20px; padding-top:10px;\" class=\"hupso-share-buttons\"><!-- Hupso Share Buttons - https:\/\/www.hupso.com\/share\/ --><a class=\"hupso_toolbar\" href=\"https:\/\/www.hupso.com\/share\/\"><img src=\"https:\/\/static.hupso.com\/share\/buttons\/lang\/de\/share-small.png\" style=\"border:0px; padding-top: 5px; float:left;\" alt=\"Share Button\"\/><\/a><script type=\"text\/javascript\">var hupso_services_t=new Array(\"Twitter\",\"Facebook\",\"Google Plus\",\"Pinterest\",\"Linkedin\",\"Digg\",\"Bebo\",\"Delicious\",\"Print\");var hupso_background_t=\"#EAF4FF\";var hupso_border_t=\"#66CCFF\";var hupso_toolbar_size_t=\"small\";var hupso_image_folder_url = \"\";var hupso_url_t=\"\";var hupso_title_t=\"11.5.12%20Den%20Antirassisten%20kommt%20der%20Feind%20abhanden\";<\/script><script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/static.hupso.com\/share\/js\/share_toolbar.js\"><\/script><!-- Hupso Share Buttons --><\/div><p>Rassismus in der Schweiz 2011 Von Hermann Lei, Kantonsrat, Frauenfeld TG Die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA) hat als 21. Ausgabe k\u00fcrzlich die Publikation \u00abRassismus in der Schweiz 2011\u00bb herausgegeben. 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