{"id":78,"date":"2011-02-10T12:13:22","date_gmt":"2011-02-10T12:13:22","guid":{"rendered":"https:\/\/hermannlei.ch\/?p=78"},"modified":"2011-02-10T12:13:22","modified_gmt":"2011-02-10T12:13:22","slug":"stalingrad-des-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hermannlei.ch\/?p=78","title":{"rendered":"Stalingrad des Euro"},"content":{"rendered":"<div style=\"padding-bottom:20px; padding-top:10px;\" class=\"hupso-share-buttons\"><!-- Hupso Share Buttons - https:\/\/www.hupso.com\/share\/ --><a class=\"hupso_toolbar\" href=\"https:\/\/www.hupso.com\/share\/\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/static.hupso.com\/share\/buttons\/lang\/de\/share-small.png\" style=\"border:0px; padding-top: 5px; float:left;\" alt=\"Share Button\"\/><\/a><script type=\"text\/javascript\">var hupso_services_t=new Array(\"Twitter\",\"Facebook\",\"Google Plus\",\"Pinterest\",\"Linkedin\",\"Digg\",\"Bebo\",\"Delicious\",\"Print\");var hupso_background_t=\"#EAF4FF\";var hupso_border_t=\"#66CCFF\";var hupso_toolbar_size_t=\"small\";var hupso_image_folder_url = \"\";var hupso_url_t=\"\";var hupso_title_t=\"Stalingrad%20des%20Euro\";<\/script><script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/static.hupso.com\/share\/js\/share_toolbar.js\"><\/script><!-- Hupso Share Buttons --><\/div><p>Einheitsw\u00e4hrung am Abgrund<\/p>\n<p>von Hermann Lei, Rechtsanwalt und SVP-Kantonsrat<\/p>\n<p>\u00abTruppen ohne Munition und Verpflegung&#8230; 18\u2019000 Verwundete ohne Mindesthilfe an Verbandszeug und Medikamenten. Weitere Verteidigung sinnlos. Zusammenbruch unvermeidbar. Armee erbittet \u2026 sofortige Kapitulationsgenehmigung\u00bb. \u2013 Schlacht um Stalingrad, Generalmajor Friedrich Paulus im Januar 1943 an Hitler. \u00abVerbiete Kapitulation. Die Armee h\u00e4lt ihre Position bis zum letzten Soldaten und zur letzten Patrone\u00bb. \u2013 Hitlers Antwort.<\/p>\n<p>Dezember 2010, Bericht von der W\u00e4hrungsfront: \u00abEuro verliert seit 2008 gegen\u00fcber dem Schweizer Franken 25 Prozent, Gold verdoppelt gegen\u00fcber dem Euro in 2 Jahren seinen Wert, Arbeitslosigkeit in Spanien 20 Prozent (Jugendarbeitslosigkeit 40 Prozent), Irland hat 14 Prozent Erwerbslose, Deutschland 7 Prozent trotz fragw\u00fcrdiger Kalkulation, \u00abWirtschaftswachstum\u00bb in Eurozone 2009: minus 0.9 Prozent, Staats-Verschuldung in Deutschland: \u00fcber 1&#8217;900 Milliarden Euro, Gesamtverschuldung der \u00f6ffentlichen Haushalte in der europ\u00e4ischen W\u00e4hrungsunion: 7&#8217;000 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Antwort des Bundesfinanzministers: \u00abDeutschland ist auf dem richtigen Weg. Die Ergebnisse am Arbeitsmarkt, Wirtschaftsentwicklung und Steuereinnahmen geben uns recht. Deswegen d\u00fcrfen wir nicht den Fehler machen, dass wir auf dem Weg, den wir jetzt erfolgreich eingeschlagen haben und wo sich die ersten Erfolge abzeichnen, in der Entschlossenheit wieder nachlassen\u00bb.<\/p>\n<p>Ein schiefer Vergleich?<br \/>\nAm Anfang der europ\u00e4ischen Union stand der Wille, \u00fcber Freihandel Wohlstand und innere Sicherheit zu erreichen, sowie \u00fcber Milit\u00e4rb\u00fcndnisse auch den Frieden im Aussenverh\u00e4ltnis zu sichern. Letzteres ist gelungen. Doch wie sieht es mit dem Wohlstand aus, der Grundlage jedes nachhaltigen Friedens? Im Jahre 2010 muss man sagen: schlecht. Aus der urspr\u00fcnglichen europ\u00e4ischen Montanunion ging \u00fcber 50 Jahre ein technokratischer Koloss hervor, welcher Europa nicht f\u00fchrt und hilft, sondern n\u00f6tigt und de facto sch\u00e4digt. Als letzte, bekannte Hauptstufe z\u00fcndeten die Unionspolitiker hierf\u00fcr in den 90er Jahren den Euro. Mit der Einf\u00fchrung der W\u00e4hrungsunion sollten der Handel erleichtert, Barrieren geschliffen und die Ums\u00e4tze vergr\u00f6ssert werden. Letzteres wurde erreicht, aber: Aufgrund des Euros konnten schlechter entwickelte und wirtschaftlich instabilere L\u00e4nder wie Griechenland, Portugal, Spanien, Italien und selbst Irland (PIIGS) nun Geld zu Konditionen aufnehmen, welche sonst dem besten Schuldner (Deutschland), vorbehalten waren.<\/p>\n<p>Im Rausch des billigen Geldes \u2013 volkswirtschaftliche und politische Selbstzerst\u00f6rung<br \/>\nDie Kapitalm\u00e4rkte gingen davon aus, dass am Schluss Deutschland und ggf. Frankreich f\u00fcr die W\u00e4hrungsunion hinstehen w\u00fcrden \u2013 was nun auch eingetroffen ist. So konnten die wirtschaftlich schw\u00e4cheren L\u00e4nder der Eurozone (angeblich) fast risikofrei Investitionen t\u00e4tigen, welche sich zu ihren eigentlichen, urspr\u00fcnglichen Marktkonditionen nie gerechnet h\u00e4tten. Mit dem viel zu g\u00fcnstigen Kapital wurde von den Schweine-L\u00e4ndern folgendes gemacht:<\/p>\n<p>    * Griechenland: Staatsausgaben erh\u00f6ht, die Disziplinlosigkeit im \u00f6ffentlichen Bereich wucherte<br \/>\n    * Spanien: Immobilienmarkt boomte und zog Bau- und Finanzbranche bis zur unhaltbaren \u00dcberbewertung nach<br \/>\n    * Irland: Bankensektor wurde aufgebaut und gef\u00f6rdert, bis zu hohe Risiken im Finanzsektor eingegangen wurden<\/p>\n<p>Die Folgen davon sind fatal. Ob die Dekadenz im Staatswesen, oder die wegen dem anscheinend billigen Geld ausgel\u00f6sten Spekulationsblasen auf den Immobilienm\u00e4rkten: beides war dauerhaft nicht haltbar und musste in den betroffenen L\u00e4ndern zum Einbruch f\u00fchren.<\/p>\n<p>L\u00e4nder wie Irland sind kurz davor, neben ihrer finanziellen Handlungsf\u00e4higkeit auch ihr Stimmrecht in der EU mind. vor\u00fcbergehend zu verlieren. Das Volk auf der gr\u00fcnen Insel wehrt sich dagegen. In den Geber-L\u00e4ndern wie Deutschland oder Frankreich sieht die Stimmung jedoch nicht wesentlich besser aus, auch dort regt sich Widerstand in der Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>EWR-Nein ein Gl\u00fcck?<br \/>\nKein Gl\u00fcck &#8211; sondern richtig gehandelt: in der Schweiz sind wir dank der Ablehnung des EWR vor 18 Jahren in einer anderen Situation. Dieser Entscheid er\u00f6ffnete uns die M\u00f6glichkeit, einen eigenverantwortlichen und freien Weg zu gehen, welcher uns die Erwirtschaftung eines nachhaltigen Wohlstandes weiterhin gew\u00e4hrleistet. Dabei hatten wir immer zu k\u00e4mpfen, gegen den Druck aus Br\u00fcssel, gegen Bittsteller aus allen Herren L\u00e4ndern, gegen die Angriffe eines H\u00e4uptlings aus Berlin, gegen einen schwachen Bundesrat und eine linke, destruktive Medienlandschaft. Dem Schweizer Volk ist dies bewusst. Es steht in der Mehrzahl hinter unseren freiheitlichen Grundlagen, und best\u00e4tigte dies zuletzt vor zwei Monaten mit dem wuchtigen Nein zur Steuerungerechtigkeitsinitiative der SP (d.h. jener Partei, welche seit Ende 2010 wieder den Kapitalismus \u00fcberwinden will, um uns die Freiheit zu nehmen).<\/p>\n<p>B\u00fcrgerrechte und Selbstbestimmung in Europa?<br \/>\nDie V\u00f6lker in der EU, und im Speziellen in der Eurozone, m\u00f6gen es \u00e4hnlich sehen wie viele Schweizer, doch ihre politische Situation im 2011 ist anders. In ihren L\u00e4ndern hat das Volk nur Pflicht und Aufgabe, aber keine Freiheit und politische Selbstbestimmung. Ihre Regierungsvertreter agieren zwar endlos unter dem Vorwand, dass s\u00e4mtliche ihrer Handlungen angeblich \u00abden Menschen in Deutschland\u00bb oder \u00abden Partnern in Europa\u00bb dienen w\u00fcrden, faktisch schaut die Beamtenkaste jedoch nur f\u00fcr sich selbst und konzentriert sich auf den Machterhalt. Ansonsten w\u00fcrde sie aktuell ihre Verantwortung \u00fcbernehmen und aus der falschen Idee des Euros so bald wie m\u00f6glich aussteigen. Hier ist Europa im 2011 am Scheideweg und muss von den zwar politisch sch\u00f6nen, aber schlussendlich realtwirtschaftlich falschen Ideen abr\u00fccken, bevor die ganz grosse Katastrophe (Staatsbankrotte, steigende Armut, Aufst\u00e4nde, Terror) eintritt.<\/p>\n<p>Korrektur in Aussicht?<br \/>\nEine Korrektur ist vielleicht in Aussicht, wenn der Machtverlust droht. Wenn der Druck weiter h\u00f6her wird werden die europ\u00e4ischen Regierungen aber wohl einlenken. Bei der letzten sozialistischen Zwangsunion, bzw. dem Ende derselben, sah Herr Gorbatschow dies 1986 ebenfalls ein. Er kann seinen in wesentlichen Teilen legitimen Nachfolgern in Br\u00fcssel, welche aus dem Begriff soziale Marktwirtschaft das Wort Markt in den letzten 20 Jahren de facto entwendeten, diesbez\u00fcglich ein Beispiel sein. Hoffen wir so, dass die Vernunft siegt.<\/p>\n<p>An uns unabh\u00e4ngigen Schweizern liegt es in dieser Zeit \u00abnur\u00bb, unsere erfolgreichen und bew\u00e4hrten Grunds\u00e4tze auch selbstbewusst zu vertreten, statt uns wegen dem erreichtem Wohlstand zu entschuldigen oder infolge der ausl\u00e4ndischen Angriffe ausnehmen zu lassen. Das korrekt erarbeitete Geld geh\u00f6rt uns und es ist hier zu nutzen. Wir k\u00f6nnen Europa (gerade aufgrund unserer Unabh\u00e4ngigkeit!) mit unserem realen, liberalen Modell auch aufzeigen, wie es vielleicht selbst zu mehr Wohlstand und Stabilit\u00e4t kommen kann. Das w\u00e4re Hilfe zur Selbsthilfe f\u00fcr die EU, und nichts w\u00fcrde den Frieden, welchen die \u00abeurop\u00e4ische Idee\u00bb nach der Katastrophe der beiden Weltkriege urspr\u00fcnglich anstrebte, im 21. Jahrhundert besser sichern<\/p>\n<p>Hermann Lei<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"padding-bottom:20px; padding-top:10px;\" class=\"hupso-share-buttons\"><!-- Hupso Share Buttons - https:\/\/www.hupso.com\/share\/ --><a class=\"hupso_toolbar\" href=\"https:\/\/www.hupso.com\/share\/\"><img src=\"https:\/\/static.hupso.com\/share\/buttons\/lang\/de\/share-small.png\" style=\"border:0px; padding-top: 5px; float:left;\" alt=\"Share Button\"\/><\/a><script type=\"text\/javascript\">var hupso_services_t=new Array(\"Twitter\",\"Facebook\",\"Google Plus\",\"Pinterest\",\"Linkedin\",\"Digg\",\"Bebo\",\"Delicious\",\"Print\");var hupso_background_t=\"#EAF4FF\";var hupso_border_t=\"#66CCFF\";var hupso_toolbar_size_t=\"small\";var hupso_image_folder_url = \"\";var hupso_url_t=\"\";var hupso_title_t=\"Stalingrad%20des%20Euro\";<\/script><script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/static.hupso.com\/share\/js\/share_toolbar.js\"><\/script><!-- Hupso Share Buttons --><\/div><p>Einheitsw\u00e4hrung am Abgrund von Hermann Lei, Rechtsanwalt und SVP-Kantonsrat \u00abTruppen ohne Munition und Verpflegung&#8230; 18\u2019000 Verwundete ohne Mindesthilfe an Verbandszeug und Medikamenten. 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